Bilder von der Wanderung

 

 

 

 

 

Der Wanderbericht für die Zeitung

 

Pro Senectute: Lenzburger Senioren in Zürcher Weindörfern

 

Marthalen war der Ausgangspunkt für diese Herbstwanderung, ein Dorf mit langer Geschichte. Es wurde erstmals 858 n. Chr. unter dem Namen „Martella“ in einer Urkunde König Ludwigs des Deutschen für das Kloster Rheinau erwähnt. Es war aber schon früher besiedelt, wie dies Funde aus der späteren La-Tène-Zeit, der Römerzeit und der alemannischen Besiedlung belegen. Ein Marktflecken als „Eigen“ des Klosters Rheinau, in dem man sich schon vor der Reformation Gedanken über die Eigenständigkeit machte. Als Problemgemeinde zum Verkauf für 200‘000 Gulden an Schaffhausen und Zürich angeboten, fand das Kloster Rheinau  allerdings keinen Käufer. Ein langer Handel begann, schliesslich konnten sich die Marthaler dank einem Darlehen von Zürich im Jahr 1754 für 30‘000 Gulden selbst loskaufen. Um wie viel Geld es sich da handelte, zeigt die Tatsache, dass die Rückzahlung 20 Jahre dauerte. Ein Rundgang durch das Dorf mit seinen Fachwerkhäusern war natürlich ein Muss.

 

Für die weitere Wanderung herrschten ideale Bedingungen, der Herbst lockte mit allen seinen Farben, die Sonne zeigte sich recht grosszügig. Aber was ist schon eine Wanderung durch Weindörfer ohne Wein? Die Wanderleiterin machte es möglich, in Trüllikon vor der Kirche wurde für alle ein Becherlein Weissen aus dem Dorf ausgeschenkt.

 

Weiter ging es durch die herbstfarbenen Reben, viele Trauben warten noch auf die Lese. Dann als Abwechslung entlang dem Husemersee, ein wunderschön gelegenes Kleinod im Naturschutzgebiet und später durch die Reben von Niederneunforn, in Mundart Nidernüüfere, dem Ziel der Wanderung. Mehr Informationen über diese Wandergruppe findet man unter www.seniorenlenzburg.ch.  (kus)