Erste Bilder von Trudi Plancherel
Einige Bilder von Kurt Signer
Der Wanderbericht für die Zeitung von Max Engel
Durch Blumenwiesen dem Säntis entgegen – Tageswanderung der Pro Senectute Lenzburg
Diesmal war es das Voralpengebiet des Alpstein und das lang ersehnte Wanderwetter, welches um die 40 Senioren zu einem gut verlaufenen Ausflug verlockte. Durch den Rickentunnel erreichte die Gruppe per Zug den Ausgangsort Nesslau (759 m.ü.M), von wo die Wanderroute über die Stockberg-Anhöhe und dann durch das Luterntal zur Schwägalp führte. Man kennt dieses Hochtal auch von Postautofahrten, wenn man über Rietbad zur Säntisbahn oder über den Pass gelangt. Von der Anhöhe über Nesslau ergab sich im Blick zurück ein Eindruck von den noch reichlich mit Schneezügen versehenen Churfirsten und weiter gegen Südwesten sah man hinüber ins Gebiet Mattstock-Speer-Tanzboden. Der erst trittfeste Weg wechselte bald in einen hochmoorähnlichen Pfad mit manchmal glitschigem oder sogar nachgiebigem Untergrund. Es geht hier durch Alpwiesen, deren Flora viele seltene Pflanzen enthält. Darob begannen denn auch die Herzen einiger Blumenfreundinnen höher zu schlagen und steckten mit ihrer Entdeckerfreude andere an. Es wurde auch eifrig geknipst und so kamen Aufnahmen besonders schöner Knabenkraut-Orchideen und weiterer Naturschönheiten zu den Erinnerungsbildern der Wanderung. Dass zu solcher Naturnähe auch glitschige Rutschpartien und wie unser Bild zeigt auch Hindernisse gehörten, war so nebenbei in Kauf zu nehmen. Man war schliesslich schon ein bisschen vorbereitet, war doch in der Routenbeschreibung nicht nur eine Luternalp, eine Alp Dunkelboden, eine Stelzenalp, sondern auch eine Alp Dreckloch angekündigt. Unterwegs auf Höhe des talseitig gegenüberliegenden Rietbad stiess die Gruppe auf dessen Schwefelquelle, die hier aus dem Sandstein austritt und gefasst wird. Ein Brünneli lädt zur Degustation ein. Als Aargauer kennt man von den Badener Bädern den Geruch faulender Eier, den solche Thermen wiedergeben und diese Wahrnehmung wurde auch hier mobilisiert. Dass diese 4 1/2 - stündige Wandertour Anforderungen stellte, merkte man insbesondere im letzten Teil, als es immer wieder von neuem aufwärts ging und das Zielbild auf der Höhe, nämlich der Turm der Säntis-Wetterwarte, sich immer noch nicht zeigen wollte. Doch schliesslich schafften es auch die Letzten des auseinandergezogenen Tatzelwurms und gemeinsam genoss man ein kühlendes Getränk unter den Sonnenschirmen des Passhöhe-Restaurants (1278 m.ü.M). Die Rückreise trat die Gruppe per Postauto Richtung Urnäsch an. Von dort kam dann die Bahn wieder zum Zug und mit ihm führte die Rundreise über Gossau-Zürich wieder der Lenzburg entgegen (me)
