Bilder von der Wanderung
Irmgard's Jahresrückblick
Am Bahnhof Lenzburg isch Senioren-Wandertreffpunkt,
jede wunderets, wer da wohl wieder mitchunnt.
Me begrüesst sich, d’Gruppe isch meistens gross,
d’Elisabeth verteilt Bahntickets, und dänn gaht’s los.
Durch d’Underfüerig müemmer springe,
denn di reservierte Wäge sind ganz wiit hinde.
Im Zugsabteil isch eis Gschnäder,
wie bim Schuelusflug vo de Erstklässler,
debii zelled mir doch zu de ältere Semester!
Chum hämmer eusi Plätz i’gnoh,
nach zwei-drü Stazione müemer wieder use go.
So sind mir bereits scho am wandere,
vo eim Zug zum andere.
Am Usgangsziel denn emol aacho,
git eus d’Elisabeth a chlini Info.
Si git bekannt d’Teilnehmerzahl
Und begrüesst au neui Wanderslüt jedes Mal.
D’Heifahrt, also d’Rückreis, so tut si eus no brichte,
heg si nach em Busfahrplan müesse richte,
das heisst, mer müend uf Kaffee und Gipfeli verzichte!
Aber so ohni Kaffi-aatrieb isch müehsam, de erscht Bergufstieg.
So schlendered mer langsam über Stock und Stei
Si wend no nid so zügig, eusi stiife Bei.
Mer laufed über sanfti Hügel, durch dichti Wälder
Und über blüjendi Bluemefelder
Doch scho bald git’s en 10-Minute-Stundehalt.
En grosse Schluck us de Fläsche,
und e Banane wird no gässe
do dezue sind mer jewils uf Baumstämm g’sässe
Dänn gahts gstärkt wiiter berguf und bergab,
immer schön im Tempo vo der Elisabeth ihrem Trab.
Zur Mittagszyt mached mir denn e chly länger Rast
Mit herrlicher Ussicht, amene sunnige Platz.
Nach somene usdehnte Picknick wartet dänn alli uf Maria’s Ritual:
Mit ihrem Täfelisäckli gaht si reihum,
verteilt Karamelzältli, die mit de goldige Papierli drum.
Doch dann gahts bereits wider bergabe, bergufe, -
Uf de Chasseral ufe hämmer recht müesse schnufe.
Über Steigröll, entlang steile Häng, -
nei, nei, es sind bi wiitem kei Morgespaziergäng!
Doch denn au wider ganz ohni Müeh,
wandered mir über Ebeni mit weidende Chüeh.
Durch verträumti, pflägti Dörfli füehrt üsen Wäg
au mängisch über schmali, wackligi Stäg.
Stattlichi Hüüser, Schlösser und Burge
Au diversi Musee hämmer chönne aluege.
Am Bodesee entlang, am Arenenberg verby
Isch e sehr schöni Wandrig g’sii.
Doch ei Tour, won ich nid zweimol wett,
isch die uf d’Schwägalp, übers Moorgebiet, - daas Wasserballett!
S’Wetterglück isch üs meistens treu blibe,
nur d’Narzisse müend mer wider ufs nächst Johr verschiebe
Üse Fotograf, der Kurt, isch so nett,
er setzt umgehend schöni Bilder und Wanderbricht ins Internet.
Au de Max schriibt usfüehrlich, halt us sinnere Sicht
über Historisches und us de Schwiizer Gschicht.
D’Botanik erklärt üs d’Berti Frey,
sie kennt alli Pflanze, bis hi zum Glücksklee.
S’Highlight isch gsi, die tolli Zyt im Tessin
bi all Tag schönstem Sunneschy.
Aber um de Monte Tamaro welle z’besiege,
sind mer stundelang über schroffi Felswänd g’stige.
I bin total verschwitzt gsi, - aber sichtlich froh
bin ich mit der ganze Gruppe bim Gipfelchrüz achoo.
Das grandios Panorama vo det obe cha me garnid beschriebe,
mir wird alles i schönster Erinnerig bliebe.
Für euseri tolli Leischtig, und dass nüt isch passiert
Hät eus d’Elisabeth vor em z’Nacht en spritzige wiisse Merlot offeriert.
Mir Wanderslüt sind scho Engel do uf Erde,
wie sunsch chönnt jede Usflug so erlebnisriich werde.
Zum Bispiel, s’letschtmol am Donnstig isch de Himmel voll Rägewulke g’hange,
und siehe da, mir Engel händ en herrliche Herbsttag gha.
Ja, und stuuned nur,
da stönd plötzli uf de Chilemuur
Erdnüssli und mehreri Fläschli Wy.
Vo zwei ganz liebe Engel isch die guet Idee gsy.
Drum isch de Kurt so weidli voruus gsprunge,
ja, die Überraschig, die isch Eu beidne wirklich glunge.
Unvergesslichi, schöni Stunde hämmer dörfe erläbe,
uf eusne abwechsligsriiche Wanderwäge.
Bi de Elisabeth, das isch nun emal wahr
Klappet ihri Wanderfüerig immer wunderbar.
Nur no d’Stadtfüerig durch Biel
isch für daas Johr euses letschti Ziel.
Hoffed mer, dass mir eus alli im Früehlig g’sund wieder gsehnd,
de Elisabeth und ihrer Crew,
für alli ihri Isätz es herzlichs Dankeschön.
Der Wanderbericht für die Zeitung
Im November findet jeweils die letzte Wanderung der Gruppe statt. Sie ist etwas kürzer als gewohnt und findet in der Region statt. In einem zweiten Teil wird dafür Gelegenheit geboten, bei einem gemeinsamen Mittagessen und anschliessendem Besuch einer Sehenswürdigkeit die Geselligkeit zu pflegen.
Start war im Bahnhof Aarau Richtung Hasenberg durch ein Quartier mit vielen älteren, imposanten Villen und schönen, gepflegten Gärten. Der gut beschilderte, leicht in der Höhe angelegte Waldpfad zum Tierpark Roggenhausen bot einen guten Überblick ins Tal und zeigte, wie Aarau (AG) und Schönenwerd (SO) schon fast nahtlos miteinander verbunden sind. Nach dem Tierpark führte der Weg durch den Tägermooswald an den stattlichen Waldhäusern von Aarau und Gretzenbach vorbei fast direkt ins Restaurant Storchen in Schönenwerd zum Mittagessen. Hier fand sich auch Heidi Schatzmann, Leiterin der Pro Senectute Lenzburg, zu einem kurzen Besuch ein und überbrachte der Wanderleitung den Dank der Pro Senectute für die auch dieses Jahr wieder geleistete Arbeit.
Am Nachmittag war dann der Besuch des Paul Gugelmann-Museums für die meisten eine echte Überraschung. Obwohl nahe gelegen, kannten nur wenige die hier ausgestellten „Poetischen Maschinen“ und zeigten sich durch deren originelle Aussage und spontane Verspieltheit hell begeistert.
Letzte Wanderung dieses Jahres heisst nun aber nicht letzter Anlass. Wie immer im Dezember wird ein Ort unter ortskundiger Führung kennen gelernt, diesmal Biel. Näheres wie immer unter www.seniorenlenzburg.ch. (kus)